SEMINAR-ANGEBOTE IM BEREICH SPORT


Gewalt auf Amateurfußballplätzen gehört vielerorts zur traurigen Normalität. Hier zeigt sie sich in einer Bandbreite von Beleidigungen, Beschimpfungen und Provokationen, die auch rassistischer Art sein können, bis hin zu körperlichen Angriffen gegenüber Mitspielern, Trainern und Zuschauern. Mit besonderer Sorge wird vielerorts die Gewalt gegen Schiedsrichter betrachtet. Sie stehen auf dem Spielfeld besonders im Blickpunkt und sind nicht selten heftiger Kritik, Anfeindungen und Beleidigungen ausgesetzt. Das Tabu des Körperkontakts zum Schiedsrichter wird gebrochen und es kommt vermehrt zu körperlichen Angriffen. Schon bei den jüngsten Mannschaften vergessen Trainer, Eltern und Zuschauer ihre so wichtige Vorbildfunktion und beschimpfen den Schiedsrichter. Die negativen Emotionen können sich auf die Jugendspieler übertragen und so eine fortschreitende Eskalation der Gesamtsituation fördern. Die Reaktionen nach jedem Gewaltakt sind so vorhersehbar wie wirkungslos: Entsetzen, Brandreden, Boykotte, Sperren, Geldstrafen.

 

"Anstatt Fairness zu lernen, wird vielen Jugendlichen in den Vereinen gerade das Gegenteil vermittelt. Das plakative Einklagen von Fairplay, die Erziehung zur Fairness fruchten wenig, solange der Erfolgsdruck, der auf Sportlern und Sportlerinnen, aber auch auf Trainern und Trainerinnen lastet, nicht gemindert wird. Bis dies nicht geschieht, sind Unfairness, die Handlungsmoral des "fairen Fouls" oder "Alles oder Nichts" durchaus sinnhaftes Handeln, das man den Athleten nicht zum Vorwurf machen kann und darf. Solange ist es auch unredlich - um nicht zu sagen "unfair" - von den Sportlern Fairplay einzuklagen."

G. Pilz, Sportwissenschaftler (Aggressions- und Gewaltforscher)

 

Daher ist es nur konsequent, dass an dieser Stelle neuerdings auch eine pädagogische Diskussion geführt wird. Die Vermittlung von Werten wie Fairness, Ehrlichkeit, Friedfertigkeit und Respekt sowie das Erlernen von sozialen Kompetenzen auf und neben dem Platz wird vor allem bei der Arbeit mit Jugendmannschaften daher im Mittelpunkt unserer Seminarangebote im Bereich Sport stehen.


PRÄVENTIVES SOZIALKOMPETENZTRAINING

Das Training richtet sich an Jugendmannschaften und ihre Trainer. Es kann ebenso im Rahmen der Saisonvorbereitung eingesetzt werden wie anlassbezogen während der Spielzeit.



Interventives Intensivtraining

Das Training richtet sich an Jugendmannschaften und ihre Trainer. Es ist konzipiert als Reaktion auf gewalttätige Übergriffe, Provokationen und Beleidigungen, die zu Spielabbrüchen und anderen negativen Konsequenzen für einzelne Spieler, Mannschaften und letztlich auch den Verein geführt haben.



TRAINER- UND ÜBUNGSLEITERFORTBILDUNGEN

Das Training richtet sich an Trainer und Übungsleiter von Jugendmannschaften.



SCHIEDSRICHTER-FORTBILDUNGEN

Das Training richtet sich an Schiedsrichter. Inhalte sind unter anderem Körpersprache und innere Haltung sowie

Deeskalationstechniken.



VEREINSBERATUNG

Das Training richtet sich vorrangig an Vereinsvorstände. Inhalte sind unter anderem der Verein und seine soziale Verantwortung sowie die Entwicklung und Implementierung eines Handlungskonzeptes